Venedig ist wie kaum eine andere Stadt in Europa mit dem Wasser verbunden. Das historische Zentrum der Stadt ist nicht am Wasser, sondern mehr oder weniger im Wasser gebaut. Deshalb sind Wasserfahrzeuge, die vorherrschenden Verkehrsmittel in der Lagunenstadt.

Hochgeschwindigkeitszug an Stazione Venezia Santa Lucia nach Rom Hauptbahnhof vor der Abfahrt

Hochgeschwindigkeitszug vom Bahnhof Venezia Santa Lucia nach Roma Termini vor der Abfahrt

Venezianische Verkehrsmittel

Privatleute verfügen in Venedig über Boote wie anderswo Landratten über Fahrrad, Motorrad oder PKW. Spezielle Wasserfahrzeuge gibt es für Lieferanten und Dienstleister, aber auch für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste, erst recht aber für den Personennahverkehr, mit dem sowohl die Venezianer selbst als auch die zahlreichen Touristen unterwegs sind: Wasserbusse, Wassertaxis und – wenn es etwas langsamer sein darf – Gondeln, die mittels langer Stäbe und Muskelkraft durch die Kanäle Venedigs bugsiert werden.

Peoplemover an der Piazzale Roma

Endstation der Kabinenseilbahn Peoplemover an der Piazzale Roma

Anreise nach Venedig

Wer nach Venedig von der Landseite anreist, erreicht die Lagunenstadt meist am am Bahnhof Venezia Santa Lucia oder auf der gegenüberliegenden Seite des Canal Grande am Piazzale Roma, wo sich die Endstation für Fernbusse und mehrere große Parkhäuser befinden. Der Rest der Altstadt ist für den Autoverkehr komplett gesperrt. Die Anreise nach Venedig übers Wasser erfolgt entweder mit der Fähre zur künstlich aufgeschütteten Insel Tronchetto – von dort geht es weiter mit dem Wasserbus oder der Seilbahn Peoplemover, die ihrerseits wieder an der Piazzale Roma endet – oder mit dem Kreuzfahrtschiff. Flugreisende landen entweder am Flughafen Venezia-Tessera Marco Polo, am Airport für Billigflieger in Treviso oder in Venezia Lido, dem ersten Flughafen der Stadt, der im Linienflugverkehr inzwischen ausschließlich inneritalienische Destinationen bedient.

Flughafen Venezia Tessera Marco Polo

Venedig: Flughafen Marco Polo von der Seeseite | Foto: Miltos A @ flickr.com

Bus, Taxi, Gondel: Nahverkehr auf dem Wasser

  • Wasserbusse: Der Wasserbus (ital. Vaporetto; wörtlich: „Dampfer“) ist im Alltag das praktischste Verkehrsmittel in Venedig. Das venezianische Wasserbusnetz der Verkehrsgesellschaft ACTV verfügt über 15 Linien.
  • Gondeln: das venezianischste aller dortigen Verkehrsmittel. Urkundlich erstmals im Jahre 697 n. Chr. erwähnt, im 16. Jahrhundert Verkehrsmittel Nr. 1, heute fast nur noch für Touristen. Die Gondeln sind seit 1562 alle schwarz lackiert und aus sieben unterschiedlichen Hölzern gefertigt.
  • Wassertaxi: schnell, aber auch teuer!
Rialto-Brücke am Canal Grande

Rialtobrücke über den Canal Grande mit Wasserbussen und Wassertaxi

Quellen:

Venezianische Gondeln - Friedhofsinsel San Michele - sechs Stadtteile VenedigsSan Marco, Dorsoduro, San Polo, Cannaregio, Castello und Santa Croce

Venezianische Gondeln mit der Friedhofsinsel San Michele im Hintergrund: die sechs Zacken am Bugbeschlag symbolisieren die sechs Stadtteile San Marco, Dorsoduro, San Polo, Cannaregio, Castello und Santa Croce – daher der Begriff „Sestieri“ (wörtlich: „Sechstel“)